Zwei Hürden entscheiden darüber, ob ein Geschädigter die Aufnahme tatsächlich zu Ende bringt: die Sprache und die Installation. Beide werden in der Diskussion um Funktionen selten erwähnt und sind in der Praxis wichtiger als die meisten Merkmale in diesem Buch.
SPRACHE
Die Oberfläche steht in mehreren Sprachen zur Verfügung, neben Deutsch unter anderem in Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Türkisch. Der Geschädigte wählt seine Sprache selbst, und die Auswahl bleibt über den gesamten Ablauf erhalten.
Der praktische Nutzen liegt nicht bei Reisenden, sondern im Alltag jedes Büros: bei Kunden, die im Gespräch zurechtkommen, aber ein Formular in einer fremden Sprache nicht sicher ausfüllen. Genau dort brechen Aufnahmen ab.
WARUM DIE DOKUMENTE TROTZDEM DEUTSCH BLEIBEN
Die erzeugten Dokumente, also Auftrag, Vollmacht und Unfallbericht, sind immer deutsch, unabhängig von der gewählten Oberflächensprache. Der Grund ist die weitere Abwicklung: Versicherung, Kanzlei und gegebenenfalls Gericht arbeiten auf Deutsch, und ein Dokument, das dort erst übersetzt werden muss, hilft niemandem.
Aus demselben Grund werden Freitexteingaben in lateinischer Schrift erfasst. Ein Name, der im Dokument in einer anderen Schrift steht, erschwert die Bearbeitung an jeder folgenden Stelle. Erklärungen und Beschriftungen erscheinen weiterhin in der gewählten Sprache.
DIE APP OHNE APP STORE
Die Anwendung wird nicht aus einem App Store installiert. Sie läuft im Browser und lässt sich von dort auf den Startbildschirm legen, wo sie sich anschließend wie eine installierte App verhält, mit eigenem Symbol und ohne Browserleiste.
Das hat drei praktische Folgen. Erstens gibt es keine Installationshürde in dem Moment, in dem sie am meisten stört, nämlich am Unfallort. Zweitens gibt es keine Freigabeprozesse und keine Wartezeit bei Aktualisierungen, jede Verbesserung ist sofort für alle da. Drittens entfällt die Frage nach zwei getrennten Fassungen für die beiden großen Systeme.
Der Preis dafür ist ebenso klar: Ein Eintrag im App Store fehlt, und wer gezielt dort sucht, findet nichts. Für ein regionales Sachverständigenbüro ist das kein relevanter Suchweg, für ein Produkt mit bundesweitem Anspruch wäre es einer.
WAS DAS FÜR DEN GESCHÄDIGTEN BEDEUTET
Er kann sofort loslegen, in seiner Sprache, ohne Installation, ohne Konto und ohne Zugangsdaten anzulegen. Das sind vier Hürden weniger in einer Situation, in der jede einzelne davon zum Abbruch führt.
WAS DAS FÜR DICH ALS SACHVERSTÄNDIGEN BEDEUTET
Du erreichst Kunden, die du sonst am Telefon mühsam durch die Aufnahme führen müsstest, und du verlierst weniger Aufnahmen zwischen dem ersten Klick und dem Absenden. Und du musst niemandem erklären, wie man eine App installiert.