Suchmaschinen und KI-Assistenten bewerten nicht nur, was auf einer Seite steht, sondern auch, wer es geschrieben hat. Ein Fachtext ohne erkennbaren Verfasser ist beliebiger Inhalt. Derselbe Text, verfasst von einem zertifizierten Sachverständigen mit nachvollziehbarem Werdegang, ist eine Quelle.
Das ist keine Marketingtheorie, sondern der praktische Kern dessen, was in den Bewertungsrichtlinien von Google unter Erfahrung, Fachwissen, Autorität und Vertrauenswürdigkeit zusammengefasst wird. Für KI-Assistenten gilt es in verschärfter Form, weil sie eine einzige Antwort geben und dafür eine Quelle wählen müssen.
WAS DAS SYSTEM DAFÜR BEREITSTELLT
Zur Lizenz gehört ein eigener Blog auf der Adresse des Büros, mit einem Autorenprofil, in dem Qualifikation, Zertifizierungen und Tätigkeitsgebiet hinterlegt sind. Beiträge erscheinen unter dem Namen des Verfassers und verweisen auf dieses Profil. Ein Beitrag lässt sich beim ersten Veröffentlichen automatisch in den sozialen Medien mit ausspielen.
Damit ist die Technik erledigt. Der schwierige Teil ist der Inhalt.
WORÜBER MAN SCHREIBT
Der häufigste Fehler ist, über das eigene Büro zu schreiben. Danach sucht niemand. Gesucht wird nach Problemen, und zwar in der Sprache des Laien: Was passiert nach einem Unfall mit meinem Auto. Wer zahlt den Gutachter. Was ist Wertminderung. Wie lange dauert die Regulierung. Muss ich reparieren lassen, um Geld zu bekommen.
Zu jeder dieser Fragen hat ein Sachverständiger eine Antwort aus dem Berufsalltag, die im Netz kaum jemand in dieser Klarheit gibt. Genau das ist der Rohstoff. Ein Beitrag im Monat, der eine Frage vollständig beantwortet, wiegt mehr als zwölf kurze Meldungen über Bürogeschehen.
DER UNTERSCHIED ZU MASSENWARE
Seit Texte automatisch erzeugt werden können, ist die Zahl der Fachbeiträge im Netz explodiert und ihr Wert gesunken. Bewertungssysteme reagieren darauf, indem sie stärker auf Herkunft und Nachprüfbarkeit achten. Für einen praktizierenden Sachverständigen ist das eine gute Nachricht: Er hat etwas, das sich nicht erzeugen lässt, nämlich Fälle.
Ein Beitrag, der einen anonymisierten Fall aus der eigenen Praxis beschreibt, mit Ausgangslage, Feststellung und Ergebnis, ist genau der Inhalt, den ein Assistent zitiert und eine Maschine nicht erfinden kann.
WAS DAS FÜR DEN GESCHÄDIGTEN BEDEUTET
Er bekommt vor der Entscheidung eine Erklärung von jemandem, der die Sache beruflich macht, und kann einschätzen, mit wem er es zu tun hat, bevor er anruft.
WAS DAS FÜR DICH ALS SACHVERSTÄNDIGEN BEDEUTET
Das ist der einzige Punkt in diesem Buch, der Arbeit von dir verlangt und sie dir nicht abnimmt. Ein Blog ohne Beiträge nützt nichts, und dieser Teil lässt sich nicht automatisieren, ohne genau die Wirkung zu zerstören, wegen der man ihn betreibt. Der Aufwand ist überschaubar, wenn du dich auf eine Frage im Monat beschränkst und sie aus der Praxis beantwortest. Die Wirkung baut sich langsam auf und bleibt dann bestehen, anders als bei jeder Form bezahlter Anzeige.