LOCAL PRO
Kapitel 7, Teil 2: Wie der Fall zu dir kommt

Wie KI-Assistenten Termine buchen und Akten anlegen

Ein wachsender Teil der Menschen sucht nicht mehr über eine Suchmaschine, sondern fragt einen Assistenten. Die Frage lautet dann nicht Kfz Gutachter Karlsruhe, sondern: Ich hatte einen Unfall, was mache ich jetzt. Die Antwort ist kein Ergebnisliste, sondern ein Text.

Das verändert die Sichtbarkeit grundlegend. Wer in dieser Antwort nicht vorkommt, bekommt keinen zweiten Blick, denn es gibt keine zweite Seite.

ZWEI VERSCHIEDENE DINGE

Hier ist zu trennen. Das eine ist, in den Antworten überhaupt vorzukommen. Das entscheidet sich über Inhalte, die eine Maschine lesen und zuordnen kann, also über die eigene Seite, das Verzeichnis und fachliche Beiträge (Kapitel 4 und 8).

Das andere ist, dass der Assistent nicht nur über ein Büro spricht, sondern für den Nutzer dort etwas erledigt. Genau das ist der neuere und der interessantere Teil.

WAS DAHINTER STECKT

Assistenten wie ChatGPT und Claude können externe Werkzeuge benutzen, wenn diese in einem festgelegten Format bereitstehen. Der technische Standard dafür heißt Model Context Protocol, kurz MCP. Man kann sich das als Steckdose vorstellen: Das System stellt eine begrenzte Zahl klar definierter Funktionen bereit, und der Assistent darf genau diese benutzen, sonst nichts.

kfz-unfallapp stellt einen solchen Zugang bereit. Damit kann ein Assistent im Gespräch mit dem Geschädigten freie Termine abfragen, einen Termin buchen und eine Unfallakte anlegen. Der Nutzer verlässt sein Assistenzgespräch nicht, und im Büro entsteht trotzdem ein echter Vorgang mit echten Daten.

WAS DABEI NICHT PASSIERT

Der Assistent bekommt keinen Zugriff auf den Datenbestand des Büros. Er kann keine fremden Akten lesen, keine Daten ändern und keine Auskünfte über andere Fälle geben. Er kann ausschließlich die freigegebenen Funktionen aufrufen, und die Prüfung, ob er das darf, findet bei jedem einzelnen Aufruf statt, nicht einmal beim Verbinden.

Ebenso wenig erstellt der Assistent ein Gutachten oder eine Bewertung des Schadens. Er nimmt auf und verabredet, mehr nicht.

DER STAND DER DINGE

Dieser Zugang gehört zur höchsten Ausbaustufe der Lizenz und ist damit nicht in jedem Paket enthalten. Er setzt außerdem voraus, dass Nutzer Assistenten überhaupt für solche Aufgaben einsetzen, und das ist heute noch die Ausnahme. Die ehrliche Einordnung lautet deshalb: Das ist kein Kanal, der heute die Auslastung eines Büros trägt. Es ist eine Position, die man besetzt hat oder nicht, wenn es so weit ist.

WAS DAS FÜR DEN GESCHÄDIGTEN BEDEUTET

Er kann seinen Fall auf dem Weg erledigen, den er ohnehin gewählt hat, ohne zwischen Assistent, Suchmaschine und Telefon zu wechseln. Am Ende hat er einen bestätigten Termin und eine angelegte Akte, nicht eine Empfehlung.

WAS DAS FÜR DICH ALS SACHVERSTÄNDIGEN BEDEUTET

Du musst dafür nichts können und nichts bedienen. Der Zugang läuft im Hintergrund, und was ankommt, erscheint als Termin und als Akte wie jeder andere Vorgang auch. Der Aufwand liegt bei null, der Nutzen ist heute klein und wächst mit der Verbreitung. Was du dafür brauchst, ist Kapitel 8: Ohne zitierfähige Inhalte nennt dich kein Assistent, egal wie gut die Anbindung ist.

Assistent der Unfallabwicklung
Der Assistent legt die Akte an und bucht den Termin, auch aus einem Sprachmodell heraus.

Dieses Kapitel gehört zum Handbuch Das digitale Sachverständigenbüro. Alle 26 Kapitel sind frei lesbar.

Vom Lesen zum Ausprobieren.

Zwanzig Minuten an einem echten Fall. Danach weißt du, ob das für dein Büro passt.