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Kapitel 19, Teil 4: Wie der Fall bearbeitet wird

Daten nach EasyExpert, DAT und Audatex übernehmen

Digitale Aufnahme ohne Anschluss an die Gutachtensoftware ist eine Scheinlösung. Wer draußen sauber erfasst und die Daten anschließend im Büro in ein zweites System überträgt, hat den Aufwand nicht abgeschafft, sondern verschoben. Der Nutzen entsteht erst an der Schnittstelle.

DER WEG

Aus einem Fall lässt sich ein Export im EasyExpert-Format erzeugen. Er enthält die erfassten Daten und die zugehörigen Bilder in der Struktur, die die Gutachtensoftware erwartet. Von dort aus stehen die weiteren Wege offen, insbesondere in die Kalkulationssysteme von DAT und Audatex.

Damit ist die Kette geschlossen: Aufnahme vor Ort, Übernahme in die Gutachtensoftware, Kalkulation, fertiges Gutachten. Kein Punkt darin verlangt, dass Angaben ein zweites Mal eingegeben werden.

WARUM ES KEINE EIGENEN SCHNITTSTELLEN ZU DAT UND AUDATEX GIBT

Diese Frage kommt regelmäßig, deshalb die Antwort im Klartext: Weil sie nicht gebraucht werden. Der Weg über EasyExpert führt in dieselben Systeme. Eine eigene Anbindung würde denselben Zweck ein zweites Mal erfüllen, dafür aber laufend gepflegt und bei jeder Änderung nachgezogen werden müssen.

Das ist eine bewusste Entscheidung gegen ein Merkmal, das sich gut auf einer Liste macht. Wer eine solche Liste vergleicht, sollte an dieser Stelle prüfen, was tatsächlich funktioniert, und nicht, was aufgezählt ist.

WAS DER EXPORT NICHT ENTHÄLT

Der Unfallbericht des Geschädigten aus Kapitel 9 ist bewusst nicht Teil des Exports. Er ist sein Dokument, nicht Bestandteil des Gutachtens, und gehört deshalb nicht ungefragt in die Gutachtenakte.

WAS DAS FÜR DEN GESCHÄDIGTEN BEDEUTET

Für ihn ist das unsichtbar, und das ist der Punkt. Er merkt es nur an der Dauer: Wenn zwischen Besichtigung und Gutachten kein Abtippen liegt, verkürzt sich die Zeit bis zur Regulierung.

WAS DAS FÜR DICH ALS SACHVERSTÄNDIGEN BEDEUTET

Du behältst deine Gutachtensoftware. Nichts an diesem System verlangt, dass du dein Werkzeug wechselst, mit dem du seit Jahren arbeitest und in dem deine Vorlagen und Abläufe stecken. Das System sitzt davor, nicht daneben, und der Übergabepunkt ist der Export.

Dieses Kapitel gehört zum Handbuch Das digitale Sachverständigenbüro. Alle 26 Kapitel sind frei lesbar.

Vom Lesen zum Ausprobieren.

Zwanzig Minuten an einem echten Fall. Danach weißt du, ob das für dein Büro passt.